Wo LGBT´s nicht mehr hineindürfen


Ich habe mich sehr über folgende Meldung bei Queer.de vom 17. November 2016 geärgert: wieder mal wurden LGBT´s- in diesem Fall ein lesbisches Paar mit Kindern- diskriminiert!

Was war geschehen?

Eine Regenbogenfamilie wollte das Angebot des größten sächsischen Freizeitbades in Anspruch nehmen und Rabatt auf eine Familienkarte bekommen. Doch statt der Familie die Karte zu verkaufen, wurden sie dazu genötigt, einen Nachweis über ihre tatsächlichen familiären Verhältnisse zu erbringen. Das ist respektlos und unverschämt!
Wo kommen wir wieder mal hin, wenn sich LGBT´s als solche ausweisen müssen? Muss es wieder im Ausweis- oder besser auf der Stirn stehen- wer man ist und was einen ausmacht? Lächerlich!
Das Freizeitbad entschuldigte sich natürlich nicht bei dem betroffenen Paar, laut der Meldung auch nicht bei anderen Besuchern, die dort ebenfalls diskriminiert wurden und ihren Frust auf einem sozialen Netzwerk verbreiteten.
Ähnlicher Vorfall auch in Rheinland- Pfalz: ebenfalls in einem Freizeitbad wollte eine Regenbogenfamilie ein günstiges Angebot des Betreibers nutzen und für ihr zweites Kind kostenlosen Eintritt bekommen. Doch stattdessen mussten sie sich anhören, dass dieses Angebot nur für normale Familien gelte.
Was ist bitte normal? Wie Entwürdigend!
Weil über die Missstände und den Machtmissbrauch einige Medien berichteten, wollte der Bürgermeister (CDU) der betroffenen Stadt die Familienkarte gleich ganz aus dem Programm nehmen, statt deren Verkauf gleichzustellen.
Aber nicht nur öffentliche Bäder sind von der leisen- aber gezielten Unterdrückung- betroffen, auch ein Zoo in Leipzig machte bei Regenbogenfamilien keinen Halt vor Diskriminierung.

Es ist reinste Schikane von Mitarbeitern und Verantwortlichen, wenn sie LGBT´s aufgrund ihrer eigenen Intoleranz nicht akzeptieren. Vor dem Gesetz sind alle gleich und ein Angebot muss für alle Personen gelten, die Angesprochen werden. Eine Regenbogenfamilie ist nicht weniger wert wie eine Familie mit unterschiedlichen Geschlechtern der Eltern!

Die Vorfälle werfen die Fragen auf, wo LGBT´s überhaupt noch hinein dürfen- ohne gleich ihr ganzes Leben vor unterbezahlten Angestellten ausbreiten zu müssen- und ein schlechtes Licht auf die Betreiber.
Vielleicht sollten genau diesen einmal die wöchentlichen Einkäufe- ohne Abgabe eines vollständig ausgefüllten standardisierten Sexualfragebogens- verwehrt werden. Anders werden sie ihre eigene Dummheit und Intoleranz wohl nicht begreifen.

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